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By Rüdiger Hachtmann

Hauptbeschreibung
Die deutsche Arbeitsfront als unternehmerische Macht: Eine politische enterprise im Kern des NS-Wirtschaftssystems.

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF), mitgliederstärkste company des Dritten Reiches, besaß einen riesigen Unternehmenskomplex, der mit bis zu 200.000 Arbeitnehmern und einem Umsatz von ca. 2 Mrd. Reichsmark im Jahr zu den größten deutschen Konzernen gehörte. Dieses Unternehmenskonglomerat warfare vor allem im financial institution- und Versicherungsgewerbe, im Bau- und Wohnungswesen, im Verlagswesen und Buchhandel, im Automobil- und Schiffsbau sowie im Einzelhandel tätig. Dazu gehörten Unternehmen wie die "Neue Heimat", das spätere VW-Werk oder der Langen-Müller Verlag. Rüdiger Hachtmann stellt die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert ihre Vorgeschichte sowie Entwicklungen nach dem Krieg. Darüber hinaus untersucht der Autor Grundfragen der Geschichte des Dritten Reiches: Warum beschränkten sich NS-Organisa­tionen wie die DAF nicht auf die politische Sphäre, sondern wurden darüber hinaus als Unternehmer tätig? Welche Folgen hatte dies für die gesamtwirtschaftlichen Konstellationen? Wie reagierten die privatwirtschaftliche Konkurrenz und die politischen Rivalen? was once hielt das Unternehmenskonglomerat der Arbeitsfront überhaupt zusammen? Welche politischen Aufgaben wies die DAF ihrem Konzern zu?

Biographische Informationen
Der Autor:
Rüdiger Hachtmann, geb. 1953, wiss. Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, apl. Professor an der TU Berlin.
Veröffentlichungen u.a.: Tourismus-Geschichte (2007); Ein Koloss auf tönernen Füßen: Das Gutachten des Wirtschaftsprüfers Karl Eicke über die Deutsche Arbeitsfront vom 31. Juli 1936 (2006); Epochenschwelle zur Moderne - 1848/49 (2002); Berlin 1848 (1997); Industriearbeit im Dritten Reich (1989).

Rezension
"Seit 2000 erscheint die Publikationsreihe mit erweitertem Profil, verändertem Redaktionskollegium und unter dem neuen Titel "Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus", der - wie der hier besprochene Band erneut zeigt - keine bloßes Etikett, sondern Markenzeichen einer innovativ und forschungsbelebend wirkenden Reihe ist."
(Jürgen John, H-Soz-u-Kult, 9.1.2007)

"Wenn Hachtmann, hieran anknüpfend, die paradoxe Einsicht formuliert, dass im Falle des Nationalsozialismus "ein Regime, wie es unfreier nicht zu denken ist, die Freiheit der Forschung bewusst förderte", dann wird aus der Studie zur Generalverwaltung der KWG schließlich eine politische Geschichte der nationalsozialistischen Wissensgesellschaft überhaupt. Und schon dazu hat dieses auf hohem Niveau argumentierende, mustergültig aus den Akten gearbeitete, wohltuend unaufgeregt urteilende und bei alledem glänzend geschriebene Buch gebraucht."
(Carsten Kretschmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.3.2008)

"Einzig das Volumen der Studie scheint die Kritik zwingend zu fordern, zwei Bände à seven hundred Seiten lassen befürchten, dass der natural Umfang die Rezeption verhindern könnte. Doch ist dies der Preis für das lobenswerte Unterfangen Hachtmanns, der Komplexität seines Gegenstandes umfassend gerecht zu werden, ohne seine Ergebnisse apodiktisch zu präsentieren. Stets fügt er zu den seine Argumentation stützenden Informationen auch andere Überlegungen ermöglichende Aspekte hinzu, die Genese seiner Thesen ist stets nachvollziehbar. Nicht zuletzt um diesen spannenden, erkenntnisreichen Weg mitzugehen, sei, auch wenn die Fülle der Themenfelder die Studie ins Lexikalische neigen lässt und eine dementsprechende Benutzung nahe legt, die Lektüre vom Anfang bis zum Ende anempfohlen. Das kostet fraglos Zeit, die guy sich jedoch nehmen sollte, denn ein "Verfallsdatum" ist für dieses Buch nicht in Sicht."
(Matthias Berg, H-Soz-u-Kult, 25.6.2008)

"Hachtmanns Untersuchung ist methodisch intestine abgesichert, gründlich recherchiert und fesselnd geschrieben. Sie stellt zweifellos ein Glanzstück einer immer reicher fließenden Wissenschaftsgeschichtsschreibung zum Dritten Reich dar, ist zugleich aber auch ein Lehrstück für die Gegenwart. Der Band besticht nicht zuletzt durch seine vorzüglichen Übersichtstabellen, Quellen- und Abbildungsverzeichnisse und sign in (Personen, Institutionen), die ca. a hundred and fifty S. umfassen. Viele auf ersten Blick nebensächlich scheinende info fügen sich zu einem geschlossenen Ganzen, das manchmal Analogien zur gegenwärtigen Wissenschafts-Entwicklung aufweist, die längst nicht so autonom ist, wie guy es sich wünschte."
(Frank-Rutger Hausmann, Informationsmittel, März 2010)

"Rüdiger Hachtmann' s tremendous examine at the significant management of the Kaiser Wilhelm Gesellschaft (...) demonstrates in a virtually exemplary type the wealth of insights that may be received from shut scrutiny alongside those lines."
(Lars Fischer, East eu Jewish Affairs, April 2010)

"Hachtmanns Buch ein Standardwerk zu nennen, ist eine Untertreibung. Die akribisch durchgeführten Forschungen, deren narrative Darstellung sehr intestine gelungen ist, wird eine nicht hintergehbare foundation, wenn nicht sogar einen gewissen Abschluss bilden. Methodisch setzt die Studie Maßstäbe, indem sie ausgewählte Ansätze der Wissenschaftsforschung in die "dichte Beschreibung" einer zentralen establishment der Wissenschaft während des Nationalsozialismus einbindet."
(Carsten Reinhardt, Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 34, 2011)

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H. die drei DAF-Großverlage, existiert gleichfalls keine kompakte Monographie. Dennoch kann auf eine Reihe von wichtigen Untersuchungen zurückgegriffen werden. 64 Für die Aktivitäten des Zen- 58 59 60 61 62 63 64 34 ten in Deutschland nach 1936, in: IWK 33/1997, S. 477-499; Jan-Frederik Korf, Von der Kon­sumgenossenschaftsbewegung zu Gemeinschaftswerk der Deutschen Arbeitsfront. Zwischen Gleichschaltung, Widerstand und Anpassung an die Diktatur, Norderstedt 2008.  104-109. Kuno Bludau, Nationalsozialismus und Genossenschaften, Hannover 1968.

Einen nur sehr knappen Überblick bietet Peter Kramper, Die Neue Heimat.  66 ff. , Der Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau. ), Verwaltung contra Menschenführung im Staat Hitlers. Studien zum politisch administrativen System, Göttingen 1986, S. 333-350; Karl-Christian Führer, Mieter, Hausbesitzer, Staat und Wohnungsmarkt. Wohnungsmangel und Wohnungszwangswirtschaft in Deutschland 1914-1960, Stuttgart 1995, bes.  231-250, 335-344.  M. 1971, bes. , Konsumgenossenschaften im nationalsozialis­ tischen Deutschland 1933 bis 1936.

Die hochrangigen Arbeitsfront-Funktionäre waren damit innerhalb der – ab 1933 dann institutionalisierten – NS-Bewegung keine Ausnahme. Sie entsprach hinsichtlich ihrer Altersstruktur grob den von Wildt untersuchten Funktionären des SS-Reichssicherheitshauptamtes. Vgl. Michael Wildt, Generation des Unbedingten.  24, 45. 48 Das bürgerlich-kleinbürgerliche Profil der politischen Funktionsträger der Arbeitsfront kann als Folie dienen. Besaß das Leitungspersonal des DAF-Wirtschaftsimperiums ein ver­gleichbares soziales Profil?

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